Kampagnen & Auswertung

Erstellen und versenden Sie Marketing-Kampagnen an ein Thema oder Segment — mit dem dreistufigen Assistenten, optionalen A/B-Tests und vollständiger Zustellauswertung.

Kampagnen sind der Weg, auf dem Sie Marketing-E-Mails an Ihre Zielgruppe versenden. Ob wöchentlicher Newsletter, Ankündigung eines Produkt-Launches oder saisonale Aktion — der Kampagnen-Workflow begleitet Sie von der Inhaltsauswahl über die Zustellung bis zur Performance-Analyse.

Kampagnenstatus

Jede Kampagne durchläuft einen Lebenszyklus:

StatusBedeutung
EntwurfWird konfiguriert. Noch nicht versandbereit.
GeplantKonfiguriert und wartet auf den geplanten Sendezeitpunkt.
Wird gesendetWird gerade an die Empfänger zugestellt.
GesendetDie Zustellung ist abgeschlossen.
Prüfung ausstehendZur Freigabe durch eine Administration zurückgehalten, weil die Inhaltsprüfung die Kampagne als verdächtig markiert hat.
AbgebrochenVor oder während des Versands gestoppt.

Eine Kampagne anlegen

Öffnen Sie Kampagnen, klicken Sie auf Neue Kampagne und arbeiten Sie sich durch den dreistufigen Assistenten. Jeder Schritt speichert laufend, sodass Sie einen Entwurf jederzeit verlassen und später fortsetzen können.

Schritt 1: Einrichtung

Der erste Schritt erfasst, von wem die E-Mail kommt und wer sie erhält.

Absenderangaben:

  • Kampagnenname — eine interne Referenz (Empfänger sehen ihn nie)
  • Absendername — der Absendername, den Empfänger in ihrem Posteingang sehen
  • Absenderadresse — die Adresse, von der die Kampagne versendet wird
  • Antwortadresse (optional) — wohin Antworten gehen; leer lassen, um die Absenderadresse zu verwenden

Owlat prüft die Domain der Absenderadresse bereits während der Eingabe. Ist die Domain nicht registriert oder nicht verifiziert, können Sie den Entwurf weiter bearbeiten, der Versand bleibt jedoch deaktiviert, bis Sie sie unter Einstellungen > Domains hinzufügen und verifizieren. Zu den beteiligten DNS-Einträgen siehe Zustellbarkeit.

Zielgruppe — wählen Sie genau eine Quelle, entweder ein Thema oder ein gespeichertes Segment:

  • Bestimmtes Thema — wählen Sie ein Thema. Empfänger sind die dafür angemeldeten Kontakte.
  • Gespeichertes Segment — wählen Sie ein Segment. Empfänger sind die Kontakte, die dessen Regeln erfüllen.

Der Schritt zeigt eine geschätzte Empfängerzahl der berechtigten Kontakte. Ein Kontakt ist nur berechtigt, wenn er eine E-Mail-Adresse besitzt, nicht unterdrückt ist (abgemeldet oder auf der Sperrliste) und — bei einem Thema mit Double-Opt-in-Pflicht — die Bestätigung abgeschlossen hat. Bei Themen nennt der Assistent zusätzlich, wie viele Kontakte des Themas ausgeschlossen wurden und warum.

Segmente umgehen die Themen-Einwilligung

Ein Segment spricht jeden passenden Kontakt an, unabhängig von einem Themenabonnement, sodass manche das Double Opt-in nicht abgeschlossen haben. Da es kein konkretes Thema gibt, das man verlassen könnte, versenden Segmentkampagnen außerdem ohne themenspezifischen Abmeldelink. Für laufendes Marketing ist eine Themen-Zielgruppe vorzuziehen.

A/B-Test hinzufügen (optional) — der Einrichtungsschritt enthält einen dezenten Ausklappbereich A/B-Test hinzufügen. Lassen Sie ihn geschlossen, um eine einzelne Version zu versenden; öffnen Sie ihn, um zwei Versionen zu vergleichen, bevor Sie Ihre gesamte Zielgruppe festlegen:

  • Betreffzeilen testen — dieselbe Vorlage, ein alternativer Betreff für Variante B, oder
  • Inhalte testen — eine andere Vorlage für Variante B.
  • Aufteilung in Prozent (10–50 %) — jede Variante geht an diesen Anteil der Zielgruppe; der Rest erhält den Gewinner.
  • GewinnerkriteriumBeste Öffnungsrate, Beste Klickrate oder Manuelle Auswahl.
  • Testdauer — bei den automatischen Kriterien, wie lange gewartet wird, bevor der Gewinner versendet wird.

Den vollständigen Guide finden Sie unter A/B-Tests.

Schritt 2: Inhalt

Wählen Sie die E-Mail selbst:

  • Eine bestehende Marketing-Vorlage verwenden — wählen Sie aus Ihren gespeicherten Marketing-Vorlagen, oder
  • Eine neue Marketing-E-Mail erstellen — benennen Sie sie, und beim Fortfahren wird eine Entwurfsvorlage angelegt und verknüpft.

Auch den E-Mail-Betreff legen Sie hier fest (das ist die Betreffzeile der Kampagne — an keiner anderen Stelle des Assistenten gibt es ein separates Betrefffeld). Die Auswahl einer Vorlage füllt den Betreff aus der Vorlage vor, und Sie können ihn überschreiben.

Falls Sie noch keine Vorlage gebaut haben, siehe E-Mail-Vorlagen und den E-Mail-Editor.

Schritt 3: Prüfen & senden

Der letzte Schritt fasst die Kampagne zusammen — Name, Absenderangaben, Zielgruppe samt geschätzter Empfängerzahl, Betreff und Vorlage sowie ein etwaiger A/B-Test-Aufbau — mit einer Bearbeiten-Verknüpfung an jedem Abschnitt.

Wählen Sie, wann gesendet wird:

  • Jetzt senden — die Zustellung beginnt sofort.
  • Für später planen — Datum und Uhrzeit wählen. Aktivieren Sie optional Zur lokalen Zeit des Empfängers senden, um zur gewählten Uhrzeit in der Zeitzone jedes Kontakts zuzustellen; Kontakte ohne Zeitzone erhalten die von Ihnen gewählte Zeit.

Der Versand wird hier blockiert, wenn die Absenderdomain nicht registriert oder nicht verifiziert ist. Sie können außerdem Test-E-Mail senden verwenden, um sich selbst eine Kopie zu schicken und die Darstellung vor dem Livegang zu prüfen.

Ohne die Empfänger-Zeitzonen-Option ist Ihre geplante Zeit ein einziger absoluter Moment — 10 Uhr in Ihrer Zeitzone kann für internationale Empfänger 3 Uhr nachts sein. Aktivieren Sie Zur lokalen Zeit des Empfängers senden bei einer weltweiten Zielgruppe.

Eine Kampagne duplizieren

Um eine Kampagne als Ausgangspunkt wiederzuverwenden, duplizieren Sie sie aus der Liste Kampagnen oder von der Berichtsseite einer Kampagne. Die Kopie wird als frischer Entwurf mit dem Namen Kopie von <Name> angelegt und übernimmt Vorlage, Absenderangaben, Betreff und Zielgruppe. Anschließend können Sie sie wie jeden anderen Entwurf anpassen und versenden.

Kampagnenauswertung

Nachdem eine Kampagne versendet wurde, helfen die Auswertungswerkzeuge, die Performance zu verstehen.

Kennzahlen

KennzahlWas sie misst
GesendetAn die Sende-Pipeline übergebene E-Mails
ZugestelltE-Mails, die den Mailserver des Empfängers jemals erreicht haben. Wird gezählt, sobald eine Sendung irgendein Signal für zugestellt, geöffnet oder geklickt zeigt — eine spätere Öffnung oder ein späterer Bounce macht eine Zustellung also nie rückgängig.
ÖffnungsrateEindeutige Öffnungen geteilt durch Zustellungen
KlickrateEindeutige Klicks geteilt durch Zustellungen
Hard BouncesDauerhafte Zustellfehler (ungültige Adressen, nicht existierende Domains). Die Adresse wird automatisch auf die Sperrliste gesetzt.
Soft BouncesVorübergehende Zustellfehler (volle Postfächer, Serverprobleme). Werden separat erfasst; ein einzelner Soft Bounce führt nie zur Sperrliste, aber eine Adresse mit 5 aufeinanderfolgenden Soft Bounces (jede erfolgreiche Zustellung setzt den Zähler zurück) wird durch Aufnahme in die Sperrliste unterdrückt.
BeschwerdenEmpfänger, die die E-Mail als Spam markiert haben
AbmeldungenEmpfänger, die sich über den Abmeldelink abgemeldet haben

Öffnungs- und Klickzahlen stammen aus Tracking-Signalen (Zählpixel und Link-Weiterleitungen) und spiegeln damit die Interaktion wider, die E-Mail-Clients tatsächlich melden. Bounces werden anhand der Bounce-Benachrichtigung des Anbieters als hart oder weich klassifiziert — ein Hard Bounce setzt die Adresse sofort auf die Sperrliste, Soft Bounces erst nach 5 in Folge (jede erfolgreiche Zustellung setzt den Zähler zurück).

Auswertungsansichten

  • Kampagnen > Berichte — aggregierte Performance über alle Kampagnen hinweg. Nützlich, um Trends in Ihrem E-Mail-Programm zu erkennen.
  • Kampagnen-Detailseite — klicken Sie sich in eine bestimmte Kampagne für detaillierte Kennzahlen, den Zeitverlauf und Klickdaten pro Link.

Ihre Ergebnisse verstehen

  • Eine Öffnungsrate unter 15 % deutet meist auf Zustellbarkeitsprobleme oder eine wenig engagierte Zielgruppe hin. Prüfen Sie Ihre Zustellbarkeits-Einstellungen und die Hygiene Ihrer Zielgruppe.
  • Eine Klickrate unter 2 % legt nahe, dass Inhalt oder Handlungsaufforderungen stärker sein könnten. Erwägen Sie, verschiedene Ansätze per A/B-Test zu vergleichen.
  • Eine hohe Beschwerderate (über 0,1 %) ist ein Warnsignal. Möglicherweise senden Sie an Menschen, die kein Opt-in gegeben haben, oder Ihr Inhalt entspricht nicht dem, was Abonnenten erwartet haben.
  • Eine steigende Hard-Bounce-Rate bedeutet, dass Ihre Liste eine Reinigung braucht. Entfernen Sie ungültige Adressen und prüfen Sie Ihre Importquellen. Hard Bounces setzen die Adresse automatisch auf die Sperrliste.
  • Soft Bounces sind in der Regel vorübergehend. Owlat erfasst sie separat, damit Sie dauerhafte Listenhygiene-Probleme von vorübergehenden Zustellstörungen unterscheiden können.

Kampagnen-Archiv

Aktivieren Sie die Kampagnenarchivierung, um für jede versendete Kampagne einen öffentlichen „Im Browser ansehen“-Link zu erzeugen. Das ist nützlich für Empfänger, deren E-Mail-Clients HTML schlecht darstellen, oder um Kampagneninhalte im Web zu teilen.

So funktioniert es

  1. Schalten Sie auf der Bearbeitungsseite der Kampagne in der Karte Öffentliches Archiv die Option Öffentliches Archiv ein.
  2. Beim Versand der Kampagne erstellt Owlat eine HTML-Momentaufnahme des E-Mail-Inhalts.
  3. Eine öffentliche Archiv-URL wird erzeugt und als „Im Browser ansehen“-Link oben in der E-Mail eingefügt.
  4. Die Archivseite zeigt die E-Mail exakt so, wie sie zum Sendezeitpunkt aussah — sie ändert sich nicht, wenn Sie die Vorlage später bearbeiten.

Die Archiv-URL nutzt ein eindeutiges Token pro Kampagne. Details zum Endpunkt GET /archive/:token finden Sie in der Dokumentation zu Öffentlichen Endpunkten.

Tipps für den Betrieb

  • Neue Domains aufwärmen — beginnen Sie mit kleineren Chargen und steigern Sie das Volumen schrittweise. 50.000 E-Mails von einer brandneuen Domain zu senden löst Spamfilter aus.
  • Listenhygiene pflegen — entfernen Sie regelmäßig inaktive Kontakte und verarbeiten Sie Bounces. Eine saubere Liste verbessert die Zustellbarkeit für alle.
  • Segmente für Relevanz nutzen — je relevanter Ihr Inhalt für die einzelnen Empfänger ist, desto besser die Interaktion und desto niedriger die Beschwerderate.
  • Vor jedem Versand prüfen — kontrollieren Sie Empfängerzahl, Betreffzeile und Vorlagenvorschau. Ein paar Sekunden Prüfung können teure Fehler verhindern.

Nächste Schritte

  • A/B-Tests — Ihre Kampagnen mit kontrollierten Experimenten optimieren
  • Automationen — ausgelöste E-Mail-Workflows einrichten
  • Segmente — die richtige Zielgruppe ansprechen
  • Zustellbarkeit — dafür sorgen, dass Ihre E-Mails weiterhin Posteingänge erreichen